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Die Sucht |
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Die geliebte Zigarette "danach"... ob nun nach dem Essen, der morgendlichen Tasse Kaffee oder einer Stresssituation - viele Raucher sind vor allem abhängig von ihren Rauchgewohnheiten. Eine begleitende Verhaltenstherapie ist aus diesem Grund bei vielen Rauchern unumgänglich. Durch Motivationsförderung, Aufklärung über die Mechanismen der Suchtentwicklung und den Aufbau von Alternativverhalten wird der entwöhnungswillige Raucher unterstützt. Die höchsten Abstinenzraten erzielen Raucherentwöhnungsprogramme in Kombination mit verhaltenstherapeutischen Selbstkontrollen. Gesellschaftlich hat das Image des Rauchens in den letzten Jahren schwer gelitten. Als "arme Süchtige" oder egoistische Luftverpester müssen sich Raucher immer öfter vor die Tür schicken lassen. Trotzdem ist das Image des "coolen" Rauchens nicht totzukriegen. Sowohl in der EU als auch in den USA ist besonders der Zuwachs an elf- bis 15-jährigen Rauchern erschreckend. Regierungsstatistiken zufolge kosten in den USA täglich rund 3000 Kinder ihre erste Zigarette, von denen ein Drittel an nikotinbedingten Krankheiten sterben werden. In vielen Ländern ist der Anteil der rauchenden Frauen seit 1992 um fast ein Drittel auf 29% (1998/9) gestiegen. In den jüngeren Altersgruppen rauchen bundesweit fast die Hälfte aller Männer und nahezu ein Viertel aller Frauen.
Krebswarnungen gegenüber sind junge Leute wenig aufgeschlossen, auf drohende Zeigefinger wird eher trotzig reagiert. Die Politik setzt nun auf andere Strategien. Verschärfte Gesetze in Kombination mit pfiffigen Kampagnen sollen v.a. jungen Menschen den Zugriff zu Zigaretten erschweren bzw. sie präventiv vom Rauchen abhalten.
Eine für 2004 geplante EU-Richtlinie sieht die Beschränkung von Teer in Zigaretten auf zehn Milligramm, von Nikotin auf ein Milligramm vor. Die Bezeichnungen "Leicht" und "Mild" sollen als irreführend verboten werden. Ähnliche Beschränkungen wie für Alkohol werden diskutiert - der Verkauf von Tabak an Jugendliche unter 18 Jahren und das Aufstellen von Automaten sollen verboten werden. Großbritannien plädierte sogar für eine Gleichstellung von Nikotin mit Heroin oder Kokain.
Auch auf internationaler Ebene will die EU den Kampf gegen das Rauchen in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und den USA unterstützen. Modern und peppig - wie im Stil der aktuellen Sportwerbung - soll die Hauptzielgruppe der Jugendlichen gegen das Rauchen mobilisiert werden.
Auch bei werdenden Müttern zeigt sich, dass Raucher rationalen Argumenten nur wenig gegenüber aufgeschlossen sind. Längst ist bewiesen, dass Zigarettenrauchen zu erhöhtem Auftreten von Fehl- und Frühgeburten führt. Trotzdem raucht in Deutschland jede dritteSchwangere , in den USA sogar jede zweite.
Vor diesem Hintergrund startete Ende 1999 die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Kampagne, mit der werdende Mütter - und auch zukünftige Väter - dazu bewegt werden sollen, sich das Rauchen abzugewöhnen. "Rauchfrei für mein Baby"-Broschüren sowie 12.000 Informationspakete für Ärzte wurden an Gynäkologen und Krankenhäuser verschickt.
Viele Raucher gewöhnen sich das Rauchen auch selbständig, ohne ärztliche oder therapeutische Unterstützung ab. Reicht der blanke Wille nicht aus, kann man ihn mit suggestiver Literatur stärken. Jährlich erscheinen mehr als 20 Bücher, Kassetten und CDs zum Thema. Die größten Erfolge werden bei Gruppen- Workshops und Einzelcoachings erreicht.
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Bilder für starke Nerven |
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würden Sie rauchen wenn Ihr Gesicht so schwarz ware wie Ihre Lunge?
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